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Tel. 02651/947294 Fax 02651/947295 Verkauf: info@bmw-mayen.de Werkstatt: service@bmw-mayen.de |
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85 Jahre Zweirad Schneider Mit einer Schutzgebühr von 2.- Mark für die Gewerbeanmeldung begann im März 1925 die erfolgreiche und interessante Geschichte der Firma Zweirad Schneider in Mayen. Aus Interesse an Zweirädern heraus machte sich Nikolaus Schneider, geb. 18.08.1895, selbstständig. Vielen Einheimischen ist er vielleicht noch als der "Chef" in Erinnerung. Bis zur Verwirklichung seines Traumes arbeitete er als Lockführer auf dem Mayener Grubenfeld. Die erste Geschäftsadresse war die Koblenzerstrasse 101. Bereits im Januar 1926 übernahm das noch junge Unternehmen die DKW-Vertretung. Es folgte der erste Umzug in die Töpferstrasse 11 zur Miete bei Frau Gretel Luxem. Das erste Motorrad wurde verkauft: eine DKW E 200. Engagiert war Nikolaus Schneider im Motorsport. 1927 wurde der Nürburgring eröffnet. Beim Eifelrennen 1929 schrieben gleich drei Mayener Fahrer Geschichte. Einer davon war Nikolaus Schneider, der den 1. Platz in der Klasse bis 250ccm auf einer DKW 250 belegte. 1928 übernahm die Firma Zweirad Schneider die NSU-Vertretung. Die erste verkaufte NSU war eine NSU 250 S, die ebenso wie die zuerst verkaufte DKW in den 50er Jahren zurückgekauft werden konnten. Der erste Lehrling, Peter Johann aus Düngenheim, wird beschäftigt. Ein weiterer Umzug folgte 1930 zum Markt 42, diesmal in die eigenen vier Wände. Nikolaus Schneider startet beim Großen Preis von Deutschland. Die Fahrschule Schneider wurde eröffnet und bereits 1931 wurde dann die noch heute bestehende BMW Motorrad-Vertretung übernommen. Die erste BMW, eine R2, wurde am 2. April 1931 für 975.- Mark an den Herrn Lehrer Adams nach Welcherath verkauft. Weitere bekannte Marken erweiterten 1934 mit der Triumph Motorrad-Vertretung und 1935 mit der Sachs-Vertretung für Fahrradnaben und Motoren die Geschäftsaktivitäten. Werbung wurde auch in den 30er Jahren schon gemacht. Während des Krieges wurde der Geschäftsbetrieb soweit wie möglich aufrecht erhalten, es wurde improvisiert. So wurden beispielsweise im Backofen der Bäckerei Koll Fahrradschläuche vulkanisiert. Im verheerenden Bombenangriff der Nacht von 02. Januar 1945 wurden mit dem größten Teil der Stadt auch die Werkstatt zerstört. Auch der Start nach dem Krieg sollte wieder mit einer DKW sein. Eine DKW RT 125 war 1949 das erste Motorrad aus der anlaufenden Nachkriegsproduktion. Daneben gehörten bis 1950 auch Automobile von DKW zum Angebot. Im Jahre 1954 erfolgte die Geschäftsübergabe an Walter Schneider, Vater des heutigen Inhabers Klaus Schneider. 1956 konnte 25 Jahre BMW gefeiert werden. Neben den verfügbaren Motorradmarken wurden bis 1968 Autos von NSU und die BMW Kleinwagen Isetta und BMW 700 verkauft. Es wurde ruhig ums Motorrad als Fortbewegungsmittel - das Auto boomte. Die Fahrschule Schneider wurde erfolgreich weitergeführt, das Zweiradgeschäft drehte sich überwiegend um Kleinkrafträder, Mopeds , Mofas und Fahrräder. Doch Ende der 70er-Jahre kam wieder Bewegung ins Motorradgeschäft. Die Japaner drängten mit ihren Motorrädern nach Europa und eroberten die Märkte. Bereits 1977 übernahm die Firma Zweirad Schneider auch die Kawasaki Motorrad-Vertretung. Als 1984 die Geschäftsräume am Markt nach 54 Jahren den wachsenden Anforderungen und Kundenwünschen nicht mehr genügten, folgte mit dem neuen Inhaber Klaus Schneider der Umzug in moderne Verkaufs- und Werkstattgebäude im Kottenheimer Weg 35. Wie bereits sein Großvater legte auch Klaus Schneider einige Renn-Kilometer auf dem Nürburgring zurück, so beispielsweise mit einer BMW R 100 in der Deutschen Ralleymeisterschaft. Im AC Mayen war er erfolgreich bei Stadt- und Clubmeisterschaften und ist ausgezeichnet mit der Ehrennadel Gold mit Brillant. Um für das neu Jahrtausend gerüstet zu sein, wurde 1998 beschlossen sich voll auf den Motorradmarkt zu konzentrieren, der Verkauf von Fahrräder wurde eingestellt. Im Jahre 2000 wurden auch Mofas, Roller und Kleinkrafträder aus dem Programm genommen. Im März 2008 wurde das Ersatzteillager umgebaut und dadurch weitere Ausstellungsfläche gewonnen. Im März 2010 begeht die Firma Zweirad Schneider ihr 85-jähriges Firmenjubiläum. Am 2. April 2010 werden es 80 Jahre mit BMW. Dieser Erfolg wurde sicher nur möglich, weil Motorradfahrer immer und zu allen Zeiten bei echten Motorradspezialisten gut aufgehoben waren. Heute ist die Firma Zweirad Schneider BMW und Kawasaki Motorrad-Werksvertretung für die Region Mayen-Koblenz, Neuwied und Cochem. Die Werkstatt ist mit modernster Technik ausgestattet, mit direkte Anbindung mittels Computer an die Zentralen der Werke, trotzdem versprüht sie noch den typischen Flair einer Motorradwerkstatt. Kein Wunder, denn der Meister Klaus Schneider hat sein Handwerk von der Pike auf gelernt und ist selbst Zweiradmechaniker.
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